Hier ist Sachsen spitze.

Forscher der HTW Dresden unterstützen digitale Planung des Erzgebirgstunnels

Mit der Georeferenzierung für den Erzgebirgstunnel auf der neuen Bahnstrecke Dresden – Prag liefert die sächsische Hochschule HTWD eine wichtige Grundlage für die digitale Planung der neuen Route.

Die Bahnlinie zwischen Dresden und Prag soll die Reisezeit deutlich verkürzen und beide Länder besser miteinander verbinden. Herzstück der Strecke ist ein rund 30 Kilometer langer Erzgebirgsbasistunnel, der Deutschland und Tschechien miteinander verbindet. Für die digitale 3D Planung dieses Großprojektes hat die Deutsche Bahn die HTWD beauftragt.

Das Team um Professor Christian Clemen entwickelte eine hochpräzise Georeferenzierung und ein neues Koordinatenreferenzsystem. Es sorgt dafür, dass digitale Modellierung und reale Vermessung nahezu ohne Abweichung zusammenpassen. So wird sichergestellt, dass die Tunnelbohrer aus Deutschland und Tschechien später millimetergenau aufeinandertreffen.

Mit einer eigens entwickelten Open Source Software können Geo- und Vermessungsdaten aus beiden Ländern in ein gemeinsames System überführt werden. Dies schafft die Grundlage für effizientes Building Information Modelling (BIM) im grenzüberschreitenden Projekt.

Gruppenbild bei Projektabschluss am 16.09.2025 im DB Informationszentrum in Heidenau ©HTW Dresden
Prinzipskizze für grenzüberschreitende Vermessung und Trassierung ©HTW Dresden
3D-Modell für Testung des geodätischen Raumbezugs ©HTW Dresden
Die Bergakademie Freiberg.

Die TU Bergakademie Freiberg ist eine kleine, aber feine Uni in Sachsen, spezialisiert auf Geo-, Ingenieur-, Natur- und Wirtschaftswissenschaften. Sie punktet besonders mit einem persönlichen Kontakt der Studierenden zu allen Dozierenden. Früher als auf anderen Universitäten waren hier Anfang des 20. Jahrhunderts schon Frauen zugelassen. 

Als älteste montanwissenschaftliche Hochschule der Welt forscht sie an nachhaltiger Energie- und Ressourcenwirtschaft. Mit ihren einzigartigen Studiengängen und der langen Tradition bietet sie ein wirklich besonderes Studium an.

Der Digitale Zwilling Sachsen.

Das Landesamt für Geobasisinformation Sachsen (GeoSN) arbeitet mit Partnern wie dem Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) am „Digitalen Zwilling Sachsen“ – einem 3D-Modell, das Städte, Dörfer, Landschaften und Infrastruktur detailgetreu abbildet. Mehr als nur Animation, soll es mit intelligenten Funktionen Entscheidungen zu Raumplanung und Nachhaltigkeit erleichtern. Bei der Auftaktveranstaltung in Dresden wurden Chancen, Grenzen und Praxisbeispiele beleuchtet. Ein spannender Schritt in die digitale Zukunft!

Die Hinweiskarte Starkregen für Sachsen.

Sachsen hat jetzt ein neues Online-Tool zur Katastrophenvorsorge: die Hinweiskarte Starkregengefahren. Mit ihrem 3D-Höhenmodell zeigt sie auf den Meter genau, wie hoch Überflutungen steigen und wie schnell das Wasser fließt. GeoSN-Präsident Ronny Zienert betonte bei der Präsentation die Bedeutung solcher Daten für die Hochwasservorsorge. Vorgestellt wurde das Tool auf der Messe FLORIAN – ein großer Schritt für mehr Sicherheit in Sachsen!